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Static Shock #1 - "Recharged"

Static Shock 01

Autoren: Scott McDaniel und John Rozum

Zeichner: Scott McDaniel

Inker: Jonathan Glapion und Le Beau Underwood

Farben: Guy Major

Editor: Harvey Richards

Rezension von Michael Heide

Erscheinungsdatum: 07.09.2011


Was bisher geschah:

Virgil Hawkins aus Dakota City war zur falschen Zeit am falschen Ort. Inmitten eines Bandenkriegs versuchte eine Straßengang, den Schüler zu rekrutieren, und so war er anwesend, als Bürgermeisterin Thomasina Jefferson eine Mischung aus Tränengas und radioaktiven Isotopen freisetzen ließ, um die Gangs auseinanderzutreiben und anhand der Isotopen später einzeln aufzuspüren und festzunehmen. Doch ihr Plan ging schief, der Großteil der Anwesenden starb, die anderen mutierten zu Monstern oder entwickelten Superkräfte. Letzteres passierte auch mit Virgil. Er bekam elektromagnetische Kräfte und bekämpfte fortan als Static das Verbrechen.

Meine Erwartung vor dem Lesen:

Static ist einer der Charaktere, die bei Milestone Comics debütierten und in den USA nicht zuletzt dank seiner Zeichentrickserie sehr populär. Seine neue Comicserie im Rahmen des New 52 Relaunches ist eine willkommene Gelegenheit für Neueinsteiger, sich mit ihm vertraut zu machen.

Der Inhalt:

Virgil Hawkins hat alle Hände voll zu tun. Seit seinem Umzug nach New York hat er eine neue Schule, eine neue Praktikumsstelle bei den S.T.A.R. Labs, außerdem versucht er, seinen Vater davon zu überzeugen, ihn den Führerschein machen zu lassen. Oh, und gerade kämpft er als Static gegen den Superschurken Sunspot. Dieser hatte den S.T.A.R. Labs einen neuartigen Plasmaschutzanzug gestohlen, der eine Schicht Plasma um den Träger herum kreiert.

Aber Virgil ist ein Nerd mit Ahnung von Physik, und so schafft er es, Sunspot zu besiegen. Dummerweise ensteht dabei ein Elektromagnetischer Puls, der alle Autos, Handys und Laptops in der Nähe lahmlegt. Sehr zum Unmut der Besitzer, versteht sich. Damit nicht genug, wird Sunspot auch noch von einem Scharfschützen getötet, bevor er sich erklären kann. Static versucht, den Schützen zu orten, scheitert dabei aber. Sein Mentor Hardware schickt ihn nach Hause. Er ist immer noch in Dakota, und er war es, der Virgil das Praktikum bei den S.T.A.R. Labs organisiert hatte. Denn dort scheint es eine Verschwörung zu geben, der er nachgehen soll. Wenn er dabei herausfindet, was mit seiner Schwester passiert ist, umso besser.

Gangsterboss Piranha ist nicht begeistert. Der Mann mit dem Fischkopf hatte Sunspot aufgetragen, den Anzug zu stehlen, während er außerhalb der Stadt getestet wird. Stattdessen stahl Sunspot den Anzug direkt aus den S.T.A.R. Labs und zog die Aufmerksamkeit von Static auf sich. Piranha heuert Virule und die Slate Gang an, um Static zu töten und New York wieder superheldenfrei zu machen.

Virgil ist mittlerweile zu Hause in Harlem. Seine Schwester Sharon hat von Dakota aus sein Foto für den Schülerausweis ausgewählt und seinen zweiten Vornamen Ovid angegeben. Von allen Fotos, die ihr zur Verfügung standen, hat sie ein völlig veraltetes ausgesucht, auf dem Virgil wie Steve Urkel aussieht. Seine Mutter will nicht verstehen, dass er dafür mit Sicherheit gehänselt werden wird. Sein Vater hingegen weigert sich, ein neues Auto für die Familie anzuschaffen, obwohl Virgil anbietet, die Versicherung und das Benzin mit seinem Praktikantengehalt zu bezahlen.

Nach der Schule sucht Virgil sein geheimes Hauptquartier auf dem Gelände der Wright Werkzeugfabrik auf. Hardware hat es ihm eingerichtet und bittet ihn nun, innerhalb von 15 Minuten nach Lower Manhattan zu fliegen. Doch bevor er erfährt, was Hardware von ihm will, haben ihn Virule und die Slate Gang bereits im Visier. Der erste Schuss trifft seine Flugplattform...

Fazit:

Bei der Entstehung dieses Hefts gab es eine ganze Menge Streit hinter den Kulissen. Die beiden Co-Autoren hatten sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie das fertige Heft aussehen soll, und das Ergebnis stellte letztlich keinen von beiden zufrieden. Und dabei gehen sie auf das größte Problem gar nicht ein. Static Shock #1 ist einfach nicht für Neueinsteiger gedacht. Wir erfahren nicht, wo Virgil seine Kräfte herhat, wo er herkommt oder wer Hardware ist und was es mit ihm auf sich hat. Virgil erwähnt im Heft, dass etwas mit seiner Schwester oder seinen Schwestern passiert ist, aber in den Szenen bei ihm zu Hause sitzen bloß zwei Mädchen herum, ohne auf irgendein Problem hinzudeuten. Aus den Blogs von John Rozum und Scott McDaniel geht hervor, dass Virgil nur eine Schwester, Sharon, hat, und dass sie von jemandem geklont wurde. Dieser Klon lebt jetzt offenbar mit dem Rest der Familie unter einem Dach, aber im Heft erfährt man da nichts von.

Jede Gelegenheit, Virgil näher vorzustellen, wird ignoriert. Als Piranha und seine Männer über ihn sprechen, hätte man eine wunderbare Möglichkeit gehabt, seine Kräfte oder seine bisherige Karriere in Dakota City elegant zusammenzufassen. Aber das passiert nicht. Wenn Virgil zur Schule geht, hätten die Autoren ihn problemlos sich neuen Mitschülern vorstellen lassen können, aber wir bekommen die Schule im ganzen Heft nicht zu Gesicht, dort spielende Szenen werden einfach übersprungen. Virgil verbringt ganze zwei Seiten zu Hause, und doch erfahren wir nicht viel über ihn und seine Familie. Und in Statics Hauptquartier gibt es eine Texttafel zu Hardware. Eine wunderbare Möglichkeit, etwas über den mysteriösen Mentor zu erfahren. Stattdessen sind alle wichtigen Punkte "classified", also "unter Verschluss".

Streit hinter den Kulissen hin oder her, es gehört wirklich eine ganze Menge Mühe dazu, eine wunderbare Gelegenheit wie die #1 eines populären Helden nach einem Continuity-Reboot dermaßen in den Sand zu setzen. Aber Rozum und McDaniel haben sich diese Mühe gemacht. Glückwunsch.

Wertung:

1

1 von 10

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