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OMAC #1 - "Office Management Amidst Chaos"

OMAC 01


Autor: Dan Didio

Zeichner: Keith Giffen

Inker: Scott Koblish

Farben: HI-FI

Editor: Harvey Richards

Rezension von Michael Heide

Erscheinungsdatum: 07.09.2011


Was bisher geschah:

Die erste OMAC Serie war neben dem Dämon Etrigan, Kamandi oder dem Zyklus um die New Gods eine der Schöpfungen Jack Kirbys für DC. Ursprünglich als "Captain America in der Zukunft" Serie gedacht, war das Ergebnis ein psychedelisches Meisterwerk voller absurder und doch spannender Konzepte. Seiner Zeit viel zu weit voraus, wurde die Serie bereits nach acht Ausgaben eingestellt. In den folgenden Jahrzehnten wurden einige Versuche gestartet, das Konzept zu aktualisieren. Dies ist ein weiterer dieser Versuche.

Meine Erwartung vor dem Lesen:

So visionär Jack Kirbys DC Serien auch waren, als weiteres Puzzleteil im großen DC Universum waren sie nie gedacht. Zwar haben sich Etrigan und Darkseid mittlerweile ganz passabel in den Rest der Welt eingefügt, aber selbst hervorragende Autoren wie John Byrne, Karl Kesel, Greg Rucka oder Bruce Jones konnten den anderen Kirby Kreationen nie wirklich gerecht werden. Entweder es wurde sich zu weit von der Vorlage gelöst - oder nicht genug.

Der Inhalt:

Cadmus Industries ist eines der führenden Forschungsunternehmen im DC Universum. Es beherbergt unzählige geheime Labore, die noch nicht einmal den meisten Mitarbeitern bekannt sind. Die Sicherheitsvorkehrungen sind immens - und doch kommt es gerade zu einem Zwischenfall. Ein muskelbepackter Hüne, der sich selbst als OMAC bezeichnet, ist in die unteren Stockwerke eingedrungen und stiehlt Daten. Dabei unterhält er sich mit einer elektronischen Stimme. Der gesamte Komplex wird evakuiert.

Jody Robbins hat Angst. Nicht um sich selbst, sondern um ihren Freund, Kevin Kho, der immer noch vermisst wird und allem Anschein nach noch im Gebäude ist.

Der Außerirdische Mokkari hat keine Angst. Für ihn haben die Vorkommnisse keine Priorität. Trotzdem lässt er vorübergehend jeglichen Zugriff auf die DNS Datenbanken sperren. Sicher ist sicher.

OMAC kämpft sich unterdessen zum Mainframe vor, als sich ihm das DNAlien Dubbilex mit einer kleineren Armee aus Sicherheitsdrohnen in den Weg stellt. Telepathisch scannt er OMACs Erinnerungen. Er sieht, dass OMAC eine Kombination aus Mensch und Maschine ist, er spürt Schmerz - und eine weitere Intelligenz. Bevor Dubbilex mehr erfahren kann, geht OMAC zum Angriff über und trennt die telepathische Verbindung. Die Drohnen sind kein Hindernis für ihn, und wenige Augenblicke später steht er vor Mokkari und dessen weiblicher Begleitung. Diese stellt sich als "Build-a-Friend" vor und geht zum Angriff über. OMAC zerstört sie mit einem Schlag. Als nächstes schickt Mokkari einen Trupp Gobbler los, um OMAC zu zerstören und eine DNS Probe von ihm zu nehmen. Doch auch die kleinen, koboldähnlichen Wesen mit den gigantischen Mäulern sind keine Herausforderung, und wenig später steht OMAC vor dem Mainframe.

Der Zugriff ist verweigert, aber OMAC reißt den Computer einfach auseinander und vernetzt sich mit den Schaltkreisen im Inneren. Die elektronische Stimme ergötzt sich an der wiederhergestellten Verbindung mit Cadmus und den ihr nun offenen Datenbänken, dann teleportiert sie OMAC aus dem Gebäude.

Kevin Kho kommt zu sich. In der Wüste. Er zückt sein Smartphone, und die Stimme, die vorher zu OMAC sprach, ist beruhigt. Sie war besorgt, dass die Transformation in OMAC ihn desorientiert zurücklassen würde. Sie hat große Pläne, und Kevin spielt darin eine wichtige Rolle.

Und dann wird die Identität der Stimme enthüllt - es ist die künstliche Intelligenz des Satelliten Brother Eye.

Fazit:

Action Action Action Action Action. Eine Hand voll nicht näher erläuterte Kirby-Konzepte, wahllos gegen ein weiteres nicht näher erläutertes Kirby-Konzept geworfen.

Sonst passiert nicht wirklich etwas. Von Kevin Kho erfahren wir zu wenig, als dass wir eine Bindung zu ihm aufbauen könnten. Beim Brother Eye Satelliten wissen wir nicht einmal, auf welcher Seite er steht. Wir wissen nichts. Und haben somit keinerlei Anlass, uns um die Geschehnisse in OMAC #1 zu kümmern. Es ist wie ein Film von Jason Friedberg und Aaron Seltzer. Im Sekundentakt werden uns ohne jegliche emotionale Bindung bekannte Konzepte um die Ohren gepfeffert, die aber nie über ein kontextloses Zitat hinausgehen. Das führt zu einem ständigen "Das kenne ich", was bei Friedberg und Seltzer lustig sein soll, was es nie wirklich schafft. Und bei OMAC soll das zu Spannung führen, was genauso scheitert. Wenn man die Vorlagen gar nicht erst kennt, ist man erst recht verloren.

Auch Giffen versucht, Kirby zu zitieren, wo es nur geht. Aber statt die Kreativität des Kings zu würdigen oder die Dynamik seiner Seiten zu kopieren, beschränkt er sich darauf, Gesichter wie Kirby zu zeichnen und möglichst viele Röhren in die Architektur einzubauen. Das reicht nicht.

Didio und Giffen brauchen sich nicht zu schämen. Sie sind nicht die ersten, die daran scheitern, OMAC für eine neue Leserschaft relevant zu machen. Und sie werden auch nicht die letzten sein. Doch das ändert nichts daran, dass sie mit OMAC #1 gescheitert sind.

Wertung:

2

2 von 10

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