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Men of War #1 - "Joseph Rock"

Men of War 01
Autor: Ivan Brandon

Zeichner: Tom Derenick

Inker: Tom Derenick

Farben: Matt Wilson

Editor: Joey Cavalieri

Rezension von Michael Heide

Erscheinungsdatum: 07.09.2011


Was bisher geschah:

Sergeant Frank Rock ist eine Legende. Seine Abenteuer im Zweiten Weltkrieg führten ihn nach Afrika, Italien und in die Normandie. Man sagt, dass seine "Easy Company" den Krieg nicht überlebt hat, und dass Sergeant Rock mit der letzten Kugel getötet wurde, die vor Kriegsende abgefeuert wurde. Andere sagen, er hätte überlebt und würde ein geheimes Sonderkommando anführen. Aber dies ist nicht seine Geschichte.

Meine Erwartung vor dem Lesen:

Kriegscomics wie die Geschichten von Sergeant Rock oder auch die von Nick Fury und seinen Howling Commandos sind ein Genre für sich, und man muss eine gewisse Faszination für dieses Genre besitzen, um ihnen etwas abgewinnen zu können. Men of War transportiert Kriegscomics nun in ein Superheldenuniversum.

Ob das funktionieren kann?

Der Inhalt:

Corporal Joseph Rock, Enkel von Frank Rock, hätte schon längst zum Sergeant befördert werden sollen, hätte er nicht die Eigenart, hin und wieder Befehle zu missachten. Zugegebenermaßen, jeder ignorierte Befehl führte zu einem bedeutenden Sieg seiner Einheit, aber trotzdem hat die Bürokratie des Militärs seine Probleme mit ihm. Zwei Männer befragen ihn zu seiner Familie und zu seinen Motivationen. Einer der beiden, Sergeant Torisi, nimmt Rock daraufhin mit auf eine Mission.

Ein Senator ist verschwunden, in einem nicht näher benannten Krisengebiet. Er wollte eine Waffenruhe zwischen zwei nicht näher benannten Fraktionen vermitteln. Torisis Einheit soll den guten Mann nun befreien, aber dabei unsichtbar bleiben. Ziel ist es, aus der Nummer wieder herauszukommen, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern.

Doch während die Männer noch an ihren Fallschirmen zu Boden gleiten, fliegt eine Person mit Überschallgeschwindigkeit heran und schlägt mit einer enormen Explosion auf dem Boden ein. Torisi löst sich von seinem Fallschirm, um die Flammen unter ihm zu erkunden. Es wäre ungünstig, wenn ein Scharfschütze die Fallschirmspringer einen nach dem anderen abschießen könnte, bevor die Einheit überhaupt erst auf dem Boden aufgekommen ist. Bevor er sich von den anderen trennt, überträgt er Joseph das Kommando. Dieser schießt aus der Luft mit einer Panzerfaust mitten in das Feuer und lenkt dann seinen Schirm vom Feuer weg. Auf dem Boden angekommen, staunen sie über die Zerstörung, die der unbekannte Supermensch angerichtet hat. Und er ist noch nicht fertig, sondern fliegt wieder los, um einen Geschützturm zu zerstören.

Die Einheit und Sergeant Torisi stoßen in einer Höhle wieder aufeinander, nachdem dieser seine Verfolger erledigt hat. Zusammen marschieren sie näher an ihren Zielort. Doch der unbekannte Supermensch ist jetzt in der Luft in einen Kampf verwickelt. Da man nur seine Silhouette sieht, wirkt es, als kämpfe er gegen seinen eigenen Schatten. Die Männer versuchen, der dadurch entstandenen weiteren Zerstörung auszuweichen und stoßen auf einen Jeep mit feindlichen Soldaten. Diese eröffnen das Feuer, und ein gesamtes Gebäude fällt in sich zusammen und begräbt Torisis Einheit unter sich.

In den Trümmern kommt Joe wieder zu sich. Torisi liegt in seiner Nähe, schwer verletzt. Bevor er stirbt, befördert er Joe noch zum Sergeant.

Fazit:

Brandon bemüht sich, nichts in diesem Heft näher zu spezifizieren. Spielt die Geschichte in Afghanistan, Jordanien, Irak? Unwichtig, die Schrecken des Krieges sind überall gleich. Wer ist der mysteriöse Supermensch, der beinahe im Alleingang (und vermutlich nicht einmal absichtlich) die Mission unserer Protagonisten zum Scheitern verurteilt? Unwichtig, es zeigt nur, mit welchen unvorhersehbaren Zwischenfällen Soldaten im DC Universum rechnen müssen.

Allerdings machen es all diese dramaturgischen Entscheidungen auch unmöglich, die Vorkommnisse in irgendeinen Kontext zu setzen. Zusätzlich erschwert wird das ganze durch die durchaus stimmige, aber eben auch recht unübersichtliche braungraue Kolorierung, die alle Soldaten gleich aussehen lässt. Und so wenig sich Rock farblich von Torisi und den namenlosen Männern seiner Einheit abhebt, so wenig lernen wir in der zweiten Hälfte der Geschichte über seinen Charakter. Die nicht ganz elegante, aber doch effektive Exposition hat es gerade geschafft, ihn zum Protagonisten der Geschichte zu erheben, als die Mission einsetzt, bei der er mehr oder weniger tatenlos von Torisis Befehlen und der Zerstörung durch den Superhelden oder -Schurken durch die Gegend getrieben wird. Und dann ist er plötzlich Sergeant und die Geschichte ist zuende. Sympathisch oder eine Identifikationsfigur ist er immer noch nicht.

Wertung:

4

4 von 10

"NAVY SEALs - Human Shields Part 1 of 3"

Autor: Jonathan Vankin

Zeichner: Phil Winslade

Inker: Phil Winslade

Farben: Thomas Chu

Editor: Joey Cavalieri

Was bisher geschah:

Schwer zu sagen.

Meine Erwartung vor dem Lesen:

Oh, eine Zweitstory. Vielleicht erzählt die ja die bisherigen Ereignisse aus einer anderen Perspektive und hilft uns, die eben gelesenen Ereignisse besser zu verstehen.


Der Inhalt:

Ein paar Navy Seals kämpfen sich durch ein weiteres, nicht näher identifiziertes Krisengebiet. "Ice", "Reno", "Tracker" und "Litzau" sind offiziell nicht mal im Land, müssen allerdings einen mit Granatwerfer bewaffneten Scharfschützen ausschalten, damit er den nächsten Versorgungshubschrauber des US Militärs nicht aus der Luft holen kann.

Reno wird getroffen, hält eine kurze "die Mission ist wichtiger"-Rede und wird mit Litzau zurückgelassen. Ice und Tracker unterhalten sich über die Herkunft ihrer Spitznamen und erkunden dabei weiter die Gegend. Plötzlich hören sie, dass jemand auf Litzau und Reno schießt. Sie stürmen das Gebäude, in dem sie den Scharfschützen vermuten und finden ein kleines Mädchen mit einem Kopftuch und einem Gewehr. Es lässt die Waffe fallen und bittet um Hilfe. Doch im nächsten Moment springt hinter ihr ein Araber aus den Schatten und eröffnet das Feuer auf Ice und Tracker.

Fazit:

Der Cliffhanger ist nicht wirklich spannend, denn wie in der ersten Geschichte haben wir auch hier keinen wirklichen Anlass, uns mit den Soldaten zu identifizieren oder mit ihnen mitzufiebern. Klischees wie "Ich bin vom Stamm der Chippewa, darum nennt man mich Tracker" allein machen die Figuren noch nicht sympathisch.

Und auch hier sehen alle Figuren gleich aus. Wobei die Kolorierung diesmal noch nicht einmal zur Stimmung beiträgt. Zu oft stehen die Soldaten nämlich vor weißen, unkolorierten Hintergründen oder einheitlich hellgelben Flächen.

Aber vielleicht sind Kriegscomics auch einfach nichts für mich.

Wertung:

3

3 von 10

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