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Justice League Dark #1 - "In the Dark Part one - Imaginery Women"Bearbeiten

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Autor: Peter Milligan

Zeichner: Mikel Janin

Farben: Ulises Arreola

Editor: Eddie Berganz, Rex Ogle

Rezension von Götz Piesbergen

Erscheinungsdatum: 28.09.2011

Was bisher geschah:Bearbeiten

Zuvor geschah, dass die Verantwortlichen von DC Comics beschlossen, die langjährigen Vertigo-Charaktere Shade the Changing Man und John Constantine ins normale DCU wieder einzuführen. Ansonsten basiert „Justice League Dark“ auf keiner vorherigen Serie, weshalb man für die Handlung kein Vorwissen braucht.


Meine Erwartung vor dem Lesen:Bearbeiten

Gemischt. Einerseits interessiert mich der Cast der Serie, der eine Mischung aus Vertigo-Figuren und normalen DCU-Charakteren bildet. Daraus kann durchaus etwas Interessantes entstehen. Andererseits ist Peter Milligan, wenn er an einer normalen Superhelden-Serie arbeitet, nicht immer ein Garant für Spitzenunterhaltung. Es kommt darauf an, ob er an einer etablierten Reihe arbeitet, oder nicht. Wenn ersteres der Fall ist, kann man davon ausgehen, dass er enttäuscht.


Der Inhalt:Bearbeiten

Eine junge Frau namens June Moon wankt durch die Straßen. Als sie in ein Cafe kommt, erkennen die dortigen Leute sie wieder. Sie gleicht den Frauen, die auf einer Autobahn stehen und dort einen Massenunfall verursachen.

Woanders unterhält sich Shade, the Changing Man mit einer Frau. Sie schmilzt plötzlich zusammen und es stellt sich heraus, dass sie von ihm geschaffen wurde.

An einem anderen Ort ist die Enchantress gefangen. Sie ist verrückt, und das wirkt sich auch auf die Realität aus, die durchdreht. Superman, Wonder Woman und Cyborg wollen sich der Gefahr annehmen, unterliegen jedoch der Magie der Zauberin. Der Vorfall wird von Batman und Zatanna beobachtet. Letztere fesselt den Dark Knight und will sich selber um die Sache kümmern.

Und während über London John Constantine aus einem magischen Vortex ausgespuckt wird, sucht June Moon Deadman auf. Sie bittet ihn um Hilfe.

Das alles wurde von Madame Xanadu beobachtet. Sie sieht die Zukunft und sagt Shade, dass auf ihn eine große Verantwortung lastet.


Fazit:Bearbeiten


Dieses Heft lässt einen ratlos zurück. Peter Milligan begeht einerseits den Fehler vieler anderer New 52-Autoren und lässt die Handlung sich nur im Schneckentempo entwickeln. Andererseits kompensiert er dies durch viele Szenen-Wechsel, die allerdings keine Klarheit bieten, sondern einen nur noch mehr verwirren.

Ein Problem ist sicherlich, dass er sich nicht die Mühe macht, seine Charaktere einzuführen. Man muss schon Altleser sein und mit einem gehörigen Wissen über das DCU ausgestattet sein (oder Zugriff auf das Internet haben) um die vielen Figuren identifizieren zu können. Das ist insofern schade, als das der Cast durchaus interessant ist, wenn man sich mit ihm beschäftigt.

Man hat Shade, the Changing Man, der eine Weste trägt, die die Realität verändern kann. Oder Zatanna, die rückwärts sprechende Magierin, die auf John Constantine, den kettenrauchenden Zauberer, nicht gut zu sprechen ist. Alles Fakten, die Peter Milligan in der Erstausgabe nicht einbaut Man erfährt nur etwas darüber, wenn man sich informiert.

Besonders drastisch zeigt sich dies bei June Moon. Altleser wissen, dass diese Figur das Alter Ego der Enchantress ist. Doch ohne dieses Wissen wirkt sie wie eine Durchschnittsprotagonistin, die wohl irgendwie in eine magische Intrige oder ähnliches verwickelt wird. Wieso und weshalb, bleibt unbekannt und wird auch nicht angedeutet.

Immer wieder baut der Autor Szenen ein, die keinen rechten Sinn ergeben. Er leitet sie nicht ein, sondern präsentiert sie als gegeben. Besonders die letzten Seiten zeigen dies besonders schön. Wie kommt es, dass Shade zu Madame Xanadu gekommen ist, obwohl er vorher im Appartment seine Freundin verlor? Es gibt keine Erklärung dafür. Man muss es als gegeben hinnehmen.

Dies ist frustrierend, weil gleichzeitig Peter Milligans Können aufblitzt. Ein leichter Grusel schleicht sich beim Lesen ein, wenn man beispielsweise miterlebt, wie die Justice League von Zähnen zerfetzt wird. Der Autor baut diese Schockmomente so ein, dass sie Wirkung zeigen.

Und dann ist da natürlich noch die Frage, wie die Story sich weiterentwickeln wird. Denn trotz aller Mängel liest sie sich interessant. Das Team muss sich natürlich noch zusammenfinden, doch wie wird Peter Milligan dies bewerkstelligen? Was hat es mit der Vision von Madame Xanadu auf sich? Die zukünftigen Ausgaben werden es hoffentlich zeigen.

Für Mikel Janin ist dies die erste größere Arbeit. Wie viele andere Zeichnerkollegen aus den New 52-Serien hat er zuvor nur einzelne Hefte gezeichnet. Dabei ruft sein Zeichenstil gemischte Gefühle hervor. Wenn er gut ist, erinnert er ein wenig an den Kollegen Gene Ha (Top 10). Wenn er schlecht ist, an Chuck Austen, als dieser die Marvel-Serie U. S. War Machine nur mit einem Rechner gestaltete. Dann wirken die Figuren steif und die Gesichter wiederholen sich. Da ist also noch viel Luft nach oben.

Dies trifft auch auf die gesamte #1 zu. Was auch immer noch passieren wird, es kann nur besser werden, als diese durchschnittliche Erstausgabe.

Wertung:Bearbeiten

5

5 von 10

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