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Justice League #7 - "The Villain's Journey: Prologue"

Justice League 07

Autor: Geoff Johns

Zeichner: Gene Ha

Inker: Gene Ha

Farben: Art Lyon

Editor: Brian Cunningham

Erscheinungsdatum: 21.03.2012


Rezension von Michael Heide

Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt von Alcatraz Comics

Was bisher geschah:

Vor fünf Jahren haben sich sieben Helden zusammengefunden. Der Sachbuchautor David Graves gab ihnen den Namen Justice League. Unter den Helden ist auch die Amazone Wonder Woman, die bei ihrem Aufenthalt in den USA von Colonel Steve Trevor beaufsichtigt wird.

Heute ist die Justice League die angesehenste Gruppierung von Helden weltweit.

Meine Erwartung vor dem Lesen:

Die zähe Entstehungsgeschichte wäre ausgestanden. Jetzt springt Johns in die Gegenwart. Mal sehen, ob jetzt mehr passiert.

Der Inhalt:

Dr. Samuel Street war ein Experte für Biologische Kriegsführung im Auftrag der US-Armee. Für die A.R.G.U.S. Behörde (Advanced Research Group Uniting Superhumans), für die auch Steve Trevor mittlerweile arbeitet, entwickelte er den Spore-Virus, der den Infizierten in ein Monster mit unglaublicher Körperkraft verwandelt, das zudem noch in der Lage ist, alle zehn Sekunden eine fleischfressende Kreatur zu erschaffen, die er dann auch noch telepathisch steuern kann. Doch es kommt wie es in solchen Geschichten immer kommt, und als ein Unbekannter in das A.R.G.U.S. Gebäude eindringt, um ein Artefakt namens "Kugel des Ra" zu stehlen, wird Street mit seinem eigenen Virus infiziert. Street, der seine Frau so lange verprügelt hat, bis sie seine Ex-Frau wurde, stattet ihr mit seinen fleischfressenden Freunden einen erneuten Besuch ab. Die Justice League schaltet ihn innerhalb von sechs Panels aus.

Eine Stunde später gibt Colonel Steve Trevor in seiner Funktion als Pressesprecher der Justice League eine Pressekonferenz. Wie immer wird die Fragerunde zu einer Farce, als Reporter ihn fragen, warum die Justice League nicht einfach die Regierung übernimmt und alle Probleme der Wirtschaft, der Bildung und so weiter lösen.

Unmittelbar darauf muss er die Justice League gegen eben diese Regierung verteidigen, die direkte Kontrolle über das Team haben will, zum Beispiel in Form eines Beobachters an Bord des Watchtower-Satelliten der Justice League. Trevor droht den Abgeordneten damit, Superman mit seinem Röntgenblick ihre eigenen Geheimnisse aufdecken zu lassen, und das Thema ist schnell vom Tisch.

Als er in einem Videochat mit Wonder Woman versucht, von der Debatte zu erzählen, wird er ständig von den anderen Ligisten unterbrochen, die von ihm verlangen, dass er neue Vorräte an den Satelliten schickt, das Projekt Justice League International beendet oder Cyborgs Vater davon abhalten soll, die Computer an Bord des Watchtowers weiterhin anzuzapfen.

Seine neue Assistentin Etta Candy fragt ihn, ob zwischen ihm und Wonder Woman etwas läuft. Er gibt zu, dass er sie liebt. Das Problem ist, dass er ihr genau das auch gesagt hat - und von ihrer Antwort offenbar zutiefst enttäuscht ist.

Epilog: Ein Mann sitzt an einem Tisch, auf dem die Kugel des Ra in einem schicken Schmuckkästchen liegt, neben einem dicken Stapel mit Büchern von David Graves. Er führt ein Tagebuch. Darin schreibt er, dass er jetzt den Schlüssel zur Vernichtung der Justice League gefunden hat. Und dieser Schlüssel ist Steve Trevor.

Fazit:

Das Cover von #9, dem eigentlichen Beginn von "The Villain's Journey" hat es ja schon angedeutet, aber der mysteriöse neue Gegner, mit dem es die Liga in dieser Storyline zu tun bekommen wird, scheint tatsächlich der Autor David Graves zu sein. Bis jetzt ist das noch nicht sehr spannend. Und auch der zweite Gegner in diesem Heft ist eher unspektakulär. Spore, wie Samuel Street jetzt genannt wird, ist ein 08/15 Wissenschaftler aus dem Bruce Banner Baukasten, der Opfer seiner eigenen Erfindung und damit ein Monster wird. Sogar den Plot mit der Ex-Frau kennt man aus Mark Millars Ultimates, wo Hulk seine Ex Betty Banner entführt. Und nein, über die Frage, warum überhaupt jemand einen biologischen Kampfstoff entwickeln sollte, der seine Opfer zu Ein-Mann-Monsterarmeen macht, denken wir jetzt gar nicht erst weiter nach.

Nach dem zähen Anfang sollte man meinen, dass die Leser jetzt endlich einmal die Liga als Team zusammenspielen sehen dürfen. Aber weit gefehlt, die Justice Ligisten spielen nur eine untergeordnete Rolle. Hauptfigur der Geschichte ist Steve Trevor, der Snapper Carr des 21. Jahrhunderts. Das Problem ist, dass er nicht wirklich interessant ist. Da hat er also Wonder Woman gemosbyt. Ist das nicht ein Plot, der in ihrer eigenen Serie besser aufgehoben wäre? In den Seiten der Justice League wirkt das irgendwie nicht stimmig.

Genausowenig übrigens wie die Zeichnungen. Nicht dass Gene Ha (Top Ten) ein schlechter Zeichner wäre. Bei weitem nicht. Aber der stilistische Kontrast zum regulären Zeichner Jim Lee ist schon gigantisch. Was vor allen Dingen ungewöhnlich ist, weil seine Ausgabe ja immerhin der Prolog für Lees nächste größere Storyline darstellt. Auf die müssen wir übrigens noch etwas warten, nächsten Monat gibt es erst einmal einen Gastauftritt von Green Arrow. Wir können uns also schon einmal darauf einstellen, dass dann wieder nicht viel passiert. Das sind wir ja mittlerweile von der Serie gewohnt. Aber toll ist das nicht.

Wertung:

4

4 von 10



Shazam!

Autor: Geoff Johns
Shazam Preview

Zeichner: Gary Frank

Inker: Gary Frank

Farben: Brad Anderson

Editor: Brian Cunningham

Was bisher geschah:

Wie wir bereits aus dem Interview zwischen Steve Trevor und Amanda Waller in Justice League #2 erfahren hatten, entführt ein alter Mann Menschen aus allen Teilen der Welt, um sie zu testen, ob sie der Macht des Shazam würdig sind.

Meine Erwartung vor dem Lesen:

Es wird Zeit, dass Captain Marvel wieder ins Rampenlicht zurückkehrt. Zu lange ist es her, dass er innerhalb des DC Universums wirklich eine Rolle gespielt hat. Geoff Johns will bei seiner Neuinterpretation den Fokus mehr auf die Magie als auf das Superheldendasein legen. Gary Frank, der als Zeichner bisher noch nie enttäuscht hat (selbst seine selbst geschriebene Serie Kin war immerhin hübsch anzusehen), hat bereits ein neues Kostüm designt. Doch sein Name soll in Zukunft nicht mehr Captain Marvel, sondern Shazam heißen. Bisher der Name des Zauberers, der dem kleinen Billy Batson die Kräfte der Götter verlieh. Wie dieser nun heißen soll, ist noch nicht bekannt.

Aber auch wenn ich den Namen Captain Marvel vermissen werde, diese Änderungen machen schon Sinn. Vorausgesetzt, das ganze ist gut umgesetzt.

Der Inhalt:

Ein Mann fuhr auf dem Weg zur Arbeit mit dem Aufzug. Doch sobald sich die Türen schlossen, geschah etwas merkwürdiges. Das Licht ging aus, die anderen Personen im Fahrstuhl verschwanden, die Türen und die Knopfleiste waren plötzlich mit schnörkeligen Mustern versehen, und als sich die Türen wieder öffneten, befand sich der Mann in einem Tempel. Ein alter Mann mit schlechten Zähnen faselte etwas von "würdig sein" und stellte ihm Fragen. Dann schickte er ihn mit einem Blitzschlag zurück in den Aufzug, als sei nie etwas geschehen.

Doctor Sivana, ein bulliger Mann mit Glatze und Brille sieht eine Parallele zu der Legende von Black Adam, der von Zauberern einst eine große Macht erhalten haben soll. Eine Macht, die er finden will, um seine Familie zu retten.

Billy Batson ist ein Waisenjunge. Aber es sieht aus, als müsse er nicht mehr lange im Waisenhaus von Mrs. Glover bleiben. Natalie Portman und ein Hipster mit Brille möchten den lieben Jungen, der als Hobby seinen Podcast, Zimmeraufräumen und Lernen angibt, adoptieren. Billy ist das Recht. er kann es nicht erwarten, von Mrs. Glover wegzukommen. Seine zukünftigen Adoptiveltern nennt er zwar hinter ihrem Rücken Idioten, aber die unverschämte Mistbratze ist halt noch nicht erwachsen und auf die beiden angewiesen. Dumm gelaufen.

Es folgt die ominöse Warnung, dass die Magie wiederkehren wird. Und ein Bild von Shazams neuem Kostüm.

Ende.

Fazit:

Was sind die Fans auf die Barrikaden gegangen, als sie gehört hatten, dass Captain Marvel ab jetzt Shazam heißt? Was haben sie sich beschwert, als sie das erste Mal das neue Kostüm mit Kapuze sehen durften? Jetzt ist das Heft, mit dem die neue Ära beginnt, endlich da - und die Fans dürften nicht gerade versöhnlich gestimmt werden. Geoff Johns gibt sich wirklich alle Mühe, das Konzept umzukrempeln. Billy Batson, früher Identifikationsfigur aller jugendlicher Leser, deren Traum es war, mit einem Zauberwort erwachsen zu werden, ist ein unsympathischer Rotzlöffel, den man gar nicht leiden können soll. Warum ausgerechnet dieser Satansbraten würdig sein soll, die Weisheit und Kräfte von Salomo, Herakles, Achill und so weiter zu erhalten, bleibt unbegreiflich. Aber nicht nur er ist verändert worden. Auch der Magier (der ab jetzt wohl nicht mehr selbst Shazam heißt) ist jetzt kein weiser Mann mehr, sondern ein verkommener Sonderling, der wahllos Menschen entführt und sie dann wütend wieder fortschickt, wenn sie nicht seinem Profil entsprechen. Doctor Sivana, einst ein runzeliger Hutzelgnom mit überragendem Intellekt, ist jetzt ein grobschlächtiger Bodybuilder.

Natürlich wird sich Johns bei all diesen Dingen etwas gedacht haben. Aber was? Ob man mit solch unliebenswürdigen Figuren neue Lesergruppen erschließt? Denn die nicht einmal richtig angefangene Handlung, die nach viel zu wenig Seiten schon wieder abbricht, bringt einen nicht unbedingt dazu, das nächste Heft zu kaufen.

Die Seiten werden nur durch die überragenden Zeichenkünste von Gary Frank gerettet. Und ganz ehrlich? So hässlich ist das neue Kostüm gar nicht. Trotzdem reicht es nicht aus, um eine höhere Wertung zu rechtfertigen. Dazu ist noch viel zu viel Luft nach oben.

Wertung:

3

3 von 10

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