FANDOM



Justice League #4 - "Justice League Part Four"

Justice League 04

Autor: Geoff Johns

Zeichner: Jim Lee

Inker: Scott Williams

Farben: Alex Sinclair with Gabe Eltaeb

Editor: Brian Cunningham

Erscheinungsdatum: 21.12.2011


Was bisher geschah:

Außerirdische haben sich auf die Erde geschlichen und an allen Orten, an denen es zu Sichtungen von Superhelden kam, mysteriöse Artefakte versteckt. Diese öffneten unter gewaltigen Explosionen Portale zu ihrem Heimatplaneten, mit denen sie eine gesamte Armee auf die Erde transportierten. Diese greift die Menschen aber nicht an, sondern entführt sie zu einem Turm vor der Küste von Metropolis. Batman, Green Lantern, Superman, Flash, Wonder Woman und Aquaman sind aus unterschiedlichen Richtungen am Turm angekommen und beraten nun das weitere Vorgehen.

Victor Stone ist ein jugendlicher Footballspieler aus Detroit, dessen Vater einen der Würfel in den S.T.A.R. Labs untersuchte. Als dieser aktiviert wurde, verletzte die Explosion Victor stark. Sein Vater versuchte, ihn mithilfe sämtlicher Technologie zu retten, die ihm zur Verfügung stand.


Meine Erwartung vor dem Lesen:

Okay, alle Protagonisten sind endlich versammelt, jetzt kann es losgehen.

Der Inhalt:

Die experimentelle Technologie verwandelt Victor in einen Cyborg, der ohne seinen Willen sämtliche Datenbanken in Reichweite anzapft und Input sammelt. Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen, als die Außerirdischen die Tür des Red Rooms aufbrechen und angreifen. Prompt verwandelt sich Victors Arm in eine Schallkanone, die den Angreifer entmaterialisiert. Victor ist überfordert. Und er hält seinem Vater vor, dass er ihn in eine Maschine verwandelt hat. Er verlässt das Gebäude.

Aquaman geht verschiedene Strategien durch, wie die Helden zum Turm der Invasoren vordringen könnten. Green Lantern zweifelt aber an den Führungsqualitäten des Königs von Atlantis - und an dessen Fähigkeiten. Wie auf Bestellung eilen Außerirdische herbei, mit denen Aquaman eindrucksvoll kurzen Prozess macht. Herbeigerufene Riesenhaie links, einen goldenen Dreizack durch den Kopf rechts. Green Lantern ist still.

Helikopter des Militärs kommen aus dem Nichts und eröffnen gegen den Willen Steve Trevors, der einen der Hubschrauber steuert, wahllos das Feuer auf Außerirdische und Superhelden. Und auf außerirdische Superhelden. Letztere arbeiten zusammen, um die Soldaten aus den Hubschraubern zu holen und beides getrennt voneinander sicher zu Boden zu bringen. Green Lantern gesteht dabei, dass er das nicht aus Altruismus tut, sondern um Wonder Woman zu beeindrucken. Bei fast allem, was er tut, geht es nur darum, andere zu beeindrucken. Es stellt sich heraus, dass er Wonder Woman nicht nur an den Hintern, sondern auch an ihr Lasso gefasst hat - und das zwingt jeden, die Wahrheit zu sagen. Batman lacht off-panel.

Beim Kampf gegen die Außerirdischen entdeckt Victors Cyberhälfte einen der mysteriösen Würfel und assimiliert dessen Daten. Den Invasoren geht es darum, bewohnte Welten zu entdecken und die Bewohner in weitere Drohnen umzuwandeln. Für Darkseid. Beim Versuch, den Ursprung des Signals zu finden, teleportiert ihn der Würfel nach Metropolis, wo er zu den Helden stößt. Aber er ist nicht der einzige, der am Ort des Geschehens ankommt. Denn da wäre außerdem noch...

Darkseid.

Es folgen einige Textseiten über die Red Room Mitarbeiter der S.T.A.R. Labs: Dr. Silas Stone, Dr. Thomas Morrow, Sarah Charles und Anthony Ivo.

Fazit:

Darkseid. Jack Kirbys populärste DC-Kreation. Und gleichzeitig ein zweischneidiges Schwert. Zum einen war die Entstehungsgeschichte der Justice League in der alten Continuity nie sonderlich beeindruckend, so dass Invasoren von Apokolips durchaus einen Schritt vorwärts bedeuten. Wenn man diesen Schritt denn gehen will. Natürlich ist Darkseid ein Gegner, der es würdig ist, ein Team aus den größten Helden der Erde (plus Cyborg) zu inspirieren. Aber wenn gleich der erste Einsatz der frischgebackenen Gerechtigkeitsliga gegen eine Größe wie Darkseid geht... Was kommt danach? Nach einem Starro oder den später in die Entstehung hineingeschriebenen Appellaxianern konnte man jeden Gegner bringen, den man wollte. Nach einem Darkseid wären aber klassische Ligagegner wie Kanjar Ro oder Despero kleine Fische. Mit einem Darkseid als erstem Benchmark eskaliert alles etwas zu schnell. Aber mal sehen. Geoff Johns ist ja kein Anfänger.

Darkseid ist übrigens nicht der einzige Charakter, der mit dieser Storyline in die Geschichte der Justice League hineingeretconnt wird. Da wäre zum einen Cyborg, ein klassischer Teen Titans Charakter aus der Wolfman/Perez Ära, dessen größere Rolle im Flashpoint-Universum ein kleines Schmunzeln wert war. Ihn nun aber an Stelle des Martian Manhunters zum Gründungsmitglied der Justice League zu machen, wirkt doch sehr forciert. Zu offensichtlich soll er die Identifikationsfigur des Lesers sein, ein einfacher junger Mann ohne Superkräfte, der Hals über Kopf in eine Alien-Invasion verwickelt wird, nach mehreren den Plot verdächtig vorantreibenden Zufällen bei der Justice League landet und nach wenigen Seiten mit Superman und Batman auf Du ist. Und dafür müssen wir jetzt auf Martian Manhunter verzichten?

Und noch weitere Cameos sind vorhanden. So stammen die technologischen Komponenten, mit denen Silas Stone seinen Sohn rettet, unter anderem von Dr. Will Magnus (dem Erfinder der Metal Men), Professor Ivo (dem Erfinder von Amazo und in Zusammenarbeit mit Thomas O. Morrow dem Erfinder von Tomorrow Woman) und dem zukünftigen Atom und Justice League Mitglied Ryan Choi. Geht es nur mir so, oder versucht Geoff Johns hier verzweifelt, ganz viele runde Bauklötze durch ein quadratisches Loch zu hämmern?

Die Textseiten sind immer noch keinen extra Dollar wert, aber zumindest nicht so eine Frechheit wie das Atlantis-Vorwort in Justice League 3.

Unter'm Strich haben wir hier allerdings die beste Justice League Ausgabe bisher. Zeichnungen und Kolorierung sind auf gewohnt hohem Niveau, alle Helden sind endlich zusammen und beweisen schon erstes Teamwork, und die Charakterisierung kommt auch nicht zu kurz. So langsam bekommt man Lust auf den Showdown gegen Darkseid.

Wertung:

7

7 von 10

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.