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Justice League #3 - "Justice League Part Three"

Justice League 03

Autor: Geoff Johns

Zeichner: Jim Lee

Inker: Scott Williams

Farben: Alex Sinclair with HI-FI & Gabe Eltaeb

Editor: Brian Cunningham

Rezension von Michael Heide

Erscheinungsdatum: 16.11.2011


Was bisher geschah:

Nach anfänglichen Unstimmigkeiten entschieden sich Batman, Green Lantern, Superman und Flash, zusammenzuarbeiten, um herauszufinden, was es mit den außerirdischen Bombenlegern auf sich hat.

Auch Doctor Silas Stone untersucht die Vorfälle und eine der Bomben. Sein Sohn Victor ist anwesend, als offenbar alle über die USA verteilten Bomben gleichzeitig explodieren und Unmengen von außerirdischen Soldaten auf die Erde teleportieren.


Meine Erwartung vor dem Lesen:

Die Hefte sind ja bis jetzt doch eine Augenweide, aber wenn die Geschichte noch langsamer voranschreitet, müssten wir die Hefte von hinten nach vorne durchblättern.


Der Inhalt:

Colonel Steve Trevor hat Angst. Die Amazone namens Diana, die er von ihrer Insel nach Amerika gebracht hat, hat sich in den Vereinigten Staaten keine Freunde gemacht. Zwar bekämpft sie als Wonder Woman Verbrecher, allerdings tötet sie mit ihrem Schwert, wenn sie es für richtig hält, und auch Kollateralschäden in Form von verletzten Passanten nimmt sie in Kauf. Außerdem haben die bornierten Hardcorechristen, die sonst medienwirksam gegen Abtreibungskliniken oder Schwulenheirat demonstrieren, Wind davon bekommen, dass sie Zeus anbetet, und eine Hexenjagd eröffnet. Steve wollte auf sie aufpassen, aber nun hat sie in den Nachrichten gesehen, dass ein geflügeltes Monster die Bewohner der Hauptstadt in Furcht und Schrecken versetzt, und das Pentagon durch die Wand verlassen. Steve hat Angst. Aber er hat keine Angst um Diana. Er hat Angst um alle anderen. Tatsächlich marschiert sie nur etwas weltfremd mit ihrem Schwert durch die Straßen, probiert Eiscreme und fragt Passanten, ob sie eine Harpyie gesehen hätten. Steve holt sie ein und will sie gerade wieder zurückbringen, als die Bombe, die das geflügelte Wesen bei sich trug, eine Armee in die Stadt teleportiert. Wonder Woman freut sich. Endlich darf sie kämpfen.

In den S.T.A.R. Labs in Detroit kämpft auch Dr. Silas Stone, allerdings nicht gegen Außerirdische, sondern um das Leben seines Sohnes. Er konnte nichts dagegen tun, als Victors Mutter starb, aber diesmal sieht er nicht tatenlos zu. Er bringt den regungslosen Victor in den Red Room, wo mysteriöse Technologie aufbewahrt wird, die aus der ganzen Welt zusammengetragen wurde. Hier kann er ihn besser untersuchen - und vielleicht sogar heilen.

In Metropolis kämpfen unsere vier zukünftigen Justice League Mitglieder gegen die außerirdischen Invasoren. Doch diese haben es gar nicht auf unsere Helden abgesehen, sondern begnügen sich damit, Passanten zu ergreifen und mit ihnen wegzufliegen. Aus dem Nichts erscheint plötzlich Wonder Woman und kämpft an der Seite unseres Heldenquartetts gegen die Aliens. Sie war ihnen von Washington bis nach Metropolis gefolgt, wo sie sich vor der Küste versammeln. Dort errichten sie einen Turm.

Dr. Stone versucht inzwischen alles, um Victor zu retten. Nanobots, Hauttransplantate aus Promethium... er verwandelt seinen Sohn in einen Cyborg. Dessen neue Technologie korrespondiert noch während des Vorgangs mit dem Ping der Würfel, und Victor hat eine Vision. Eine hünenhafte Gestalt auf der Spitze eines Berges, ein Gesicht wie aus Granit gehauen.

Während Batman, Green Lantern, Superman, Flash und Wonder Woman noch überlegen, was es mit dem Turm auf sich hat, taucht das letzte Mitglied des künftigen Teams endlich auf. Aquaman. "Wer ist der Anführer hier? Ich nominiere mich."

Wie schon in #2 folgen auch diesmal ein paar Seiten Text, aus denen allerdings nicht wirklich viel hervorgeht. Es ist das Vorwort aus dem Buch über Atlantis des Autoren David Graves dessen Name bereits in der letzten Nummer fiel. Mehr außer "Ich persönlich glaube, Atlantis gibt es wirklich" geben die fünf (!) Seiten allerdings nicht her.

Fazit:

Endlich sind alle Protagonisten eingetroffen. Zwar haben sie alle noch immer nicht viel zu tun, aber die Leser noch länger auf Wonder Woman, Aquaman und einen in den Cyborg verwandelten Victor warten zu lassen, wäre einfach nicht gutgegangen. Versöhnlich stimmt mich das trotzdem nicht. Der Auszug aus David Graves' Buch über Atlantis ist einfach eine unverschämte Verschwendung von fünf Seiten, für die der Leser zahlen musste (im Gegensatz zu den meisten anderen Titeln kostet Justice League einen Dollar mehr). Was das Heft rettet, sind die nach wie vor hübschen Zeichnungen und ein paar nette Charaktermomente. Hals erstes Wort, nachdem er und Flash Wonder Woman erblicken? "Dibs."

Aber all das reicht nicht. Noch immer nicht. Und die ganzen Cameos (Elias Orr, Professor Ivo, Thomas Morrow) wirken zu erzwungen, um die Serie zu verbessern. Warum muss in Comics immer jede Rückblende genutzt werden, um Verbindungen zwischen Charakteren zu erschaffen, die nichts miteinander zu tun hatten? Dadurch wirkt das fiktive Universum nur inzestuös, nicht mal ansatzweise glaubwürdig.

Wertung:

5

5 von 10

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