FANDOM



Green Lantern: New Guardians #1 - "Green Lantern New Guardians Part One"

GL New Guardians 01

Autor: Tony Bedard

Zeichner: Tyler Kirkham

Inker: Batt

Farben: Nei Ruffino

Editor: Pat McCallum

Rezension von Götz Piesbergen

Erscheinungsdatum: 28.09.2011

Was bisher geschah:

Die Green Lanterns hatten entdeckt, dass es außer ihnen noch weitere Corps gibt. Diese sind: Sinestro Corps (Gelb, Basierend auf Furcht), Blue Lantern (Basierend auf Hoffnung), Star Sapphire Corps (Pink, Basierend auf Liebe), Indigo Tribe (Basierend auf Mitleid), Agent Orange (Einziges Mitglied Larfleeze, Basierend auf Habsucht) und das Red Lantern Corps (Basierend auf Wut). Dies ist das Grundwissen, was man benötigt.

Meine Erwartung vor dem Lesen:

Das Prinzip einer Zusammenarbeit der verschiedenen Corps könnte etwas werden. Die Serie wollte ich mir sowieso holen, da ich ein Kyle Rayner-Fan bin, der zuvor etwas im Schatten seiner Kollegen stand. Außerdem habe ich Tony Bedard immer noch als Autor von Negation in bester Erinnerung.

Inhalt:

Auf Oa löst sich Ganthet aus den Körpern seiner toten Brüder und Schwestern und erschafft einen neuen Ring. Auf der Erde ist Kyle Rayner gemeinsam mit seinen Freunden in der Bar. Er schleicht sich in eine Seitenstraße, wo der Wächter ihn zur neuen Green Lantern macht.

Gegenwart: Mitglieder der diversen Lantern Corps verlieren ihre Ringe mitten in ihren jeweiligen Tätigkeiten, häufig mit letalem Ausgang. Auf der Erde rettet Kyle Bauarbeiter vor dem sicheren Tod, als ihn die verschiedenen Ringe anfliegen und ihm mitteilen, er wäre auserwählt. Mitglieder der unterschiedlen Corps greifen ihn an und beschuldigen ihn, ein Dieb zu sein, was er jedoch vehement verneint. Und so sieht er sich einer Übermacht an wütenden Lanterns gegenüber, die ihn töten wollen.

Fazit:

Was für ein Desaster! Die erste Ausgabe der neuen Green Lantern-Serie enttäuscht in nahezu jederlei Hinsicht. Das Hauptproblem ist einfach, das zu wenig passiert und deshalb die Figuren zu wenig charakterisiert werden.

Die Probleme fangen schon am Anfang an. Irritiert liest man von toten Wächtern und davon, das Ganthet der letzte Überlebende ist. Man erlebt die Rekrutierung von Kyle, wonach man endlich spitzkriegt, dass man hier eine ausführliche Rückblende liest. Hier lernt man als Leser nochmals den Ursprung von Kyle Rayner als Green Lantern kennen. Die Redaktion schlief hier eindeutig, da sie es versäumte einen entsprechenden Hinweis gleich auf der ersten Seite zu platzieren.

Auch wirkt diese Rückblende halbherzig. Während es schön ist, dass man als Neueinsteiger den Origin von Kyle Rayner erfährt, muss man sich fragen, wieso der Autor hier aufhört? Wieso wird einem nicht auch noch kurz erklärt, was es mit den unterschiedlichen Corps im Heft zu tun hat, oder ob die jeweiligen Vertreter schon früher auftraten (Hinweis eines Altlesers: Sie taten es!)? Hier greift Tony Bedard deutlich zu kurz und schreckt potentielle Neulinge ab.

Auch geschieht viel zu wenig. Ungefähr ein Drittel der Ausgabe wird von der Rückblende eingenommen. Platz, der der Hauptstory deutlich fehlt. Denn gerade, als die Geschichte endlich interessant wird, bricht sie ab. Bis dahin wird außer Kyle Rayner keine einzige Figur charakterisiert. Im Grunde genommen tauchen sie nur kurz auf und geben irgendwelche Sätze von sich, die jedoch nicht dazu beitragen, dass man die Persönlichkeiten hinter dem Aussehen näher kennenlernt. Doch das Hauptproblem sind die Zeichnungen von Tyler Kirkham. Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass er ein typischer Marc Silvestri-Klon ist, der den Stil des bekannten Künstlers zwar gut nachäfft, jedoch ansonsten wenig Eigenes zu Papier bringt. Tatsächlich hat sich Kirkham seine Sporen beim Top Cow-Verlag, der seinem graphischen Mentor gehört, verdient. Im Grunde beherrscht der Zeichner nur zwei Körper-Typen: Männlich und Weiblich. Und besonders bei den Frauen macht sich dies bemerkbar, da sie nur anhand des Kostüms, der Haare und der Hautfarbe zu unterschieden sind. Und von Anatomie scheint er noch nie etwas gehört zu haben. Seine Charaktere nehmen teilweise die unmöglichsten Posen ein, die eigentlich bei jedem Menschen die Knochen gebrochen hätten.

Es bleibt nur zu hoffen, dass zukünftige Ausgaben besser werden.

Wertung:

2

2 von 10

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.