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Deathstroke #1 - "Back to Basics"

Deathstroke 01
Autor: Kyle Higgins

Zeichner: Joe Bennett

Inker: Art Thibert

Farben: Jason Wright

Editor: Rachel Gluckstern

Rezension von Michael Heide

Erscheinungsdatum: 14.09.2011


Was bisher geschah:

Deathstroke der Terminator ist ein Söldner, und einer der besten noch dazu. Dank Experimente, die mit ihm angestellt wurden, verfügt er über für einen Menschen beeindruckende Stärke, Geschwindigkeit und Reflexe. Außerdem nutzt er ständig 100% seines Gehirns.

In der Vergangenheit war er allerdings nicht immer erfolgreich, was meistens an Superhelden wie den Teen Titans lag, die die Erfüllung seiner Aufträge hin und wieder verhinderten.

Meine Erwartung vor dem Lesen:

Es ist schwer, gleichzeitig Deathstroke als unbesiegbaren Superkämpfer zu etablieren und gleichzeitig die Helden, in deren Serien er auftritt, nicht als inkompetent darzustellen. Vielleicht ist eine eigene Heftserie, in der er ungehindert von störenden Protagonisten seine Aufträge auch mal abschließen kann, nicht die schlechteste Idee. Bei Marvels Punisher ist die Rechnung aufgegangen. Deathstrokes letzte Heftserie in den 90ern scheiterte leider an geringen Verkaufszahlen.

Kyle Higgins ist der Co-Autor der hervorragenden Miniserie Gates of Gotham. Dort hat er mit Dick Grayson einen der langjährigen Gegenspieler Deathstrokes geschrieben. Und das so effektiv, dass er Nightwing jetzt solo schreiben darf. Ob er auch mit Slade Wilson umgehen kann, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Der Inhalt:

Deathstroke wurde auf Elsey Kopnek angesetzt und tritt ihm nun in Moskau gegenüber. Kopnek hat eine kleinere Armee an schwer bewaffneten Bodyguards dabei - aber Deathstroke wird spielend mit ihnen fertig und köpft Kopnek mit einem Dreimeterschwert.

Wieder in den Vereinigten Staaten bekommt er von seinem Agenten Christoph einen neuen Auftrag. Er soll zusammen mit drei Rookies namens Alpha Dawgs den Deutschen Wissenschaftler Jeffrey Bode töten und den Koffer mit geheimen Dokumenten über Nuklearforschung stehlen, den Bode an den Iran verkaufen will. Dazu müssen sie allerdings erst einmal an ihn herankommen, denn Bode verlässt sein Privatflugzeug voller Waffen und Munition nicht.

Und so springt Deathstroke aus einem fliegenden Jet auf das Flugzeug von Bode, schneidet mit seinem Schwert die Tür auf und betritt die Maschine. Doch anstatt der erwarteten Schusswaffen hat Bode lebende Waffen an Bord - Soldaten, die mit Clayface-DNA zu Monstern gemacht wurden. Deathstroke wirft sie einfach aus dem Flugzeug. Bode zeigt Deathstroke den wahren Inhalt des ominösen Koffers. Deathstroke lässt sich nicht beeindrucken, legt eine Bombe und zieht sich mit einem Enterhaken aus dem explodierenden Jet.

Christoph stößt mit den Alpha Dawgs auf den Erfolg an, doch Deathstroke sieht die zwei Jungs und das Mädel als Konkurrenz an und erschießt alle drei, ohne eine Miene zu verziehen. Dann zeigt er Christoph den Inhalt des Koffers. Christoph sagt, dass der Auftraggeber die drei dazuhaben wollte, weil er davon ausging, dass es Deathstroke nach zu vielen Aufträgen als einfacher Leibwächter nicht mehr draufhat. Deathstroke meint nur, dass er dann wohl noch viel Arbeit vor sich habe und lässt Christoph mit den Leichen zurück.

Fazit:

Deathstroke wäre gerne ein hirnloser Actionblockbuster. Doch das schafft es nicht so richtig. Das Cover von Simon Bisley ist ein guter Anfang, allerdings passen die anderen Teile nicht richtig zusammen. Die Zeichnungen von Joe Bennett sind kompetent, aber einfach viel zu brav und lassen Deathstrokes neue Rüstung nie wirklich cool, sein gigantisches Mangaschwert sogar völlig lächerlich wirken. Higgins' Script hingegen versucht, zu zeigen, dass Deathstroke so gut ist, dass er keine Partner braucht, vergeudet dabei aber zu viele Seiten darauf, die Alpha Dawgs vorzustellen, die dann doch nur als Kanonenfutter dienen, in der Hoffnung, Deathstroke damit cool wirken zu lassen. Und dabei scheitert er auch noch, denn Deathstroke wirkt dadurch nur unsympathisch. Dazu kommen uralte Tricks aus dem Klischeehandbuch, um Deathstrokes Badass-Status zu zeigen. Ein viel zu kurzer, völlig unspektakulärer Kampf gegen Kopneks Überzahl an Leuten, der alte Bullseye-Trick mit der Büroklammer und dem lästigen Insekt, ein weiterer viel zu kurzer Kampf gegen die Clayfacehybriden und ein paar Sprüche, die lässig wirken sollen, dies aber nicht sind. Und dann wäre da natürlich noch der aus Pulp Fiction bekannte Koffer mit dem mysteriösen Inhalt, die nur die Charaktere, nicht aber die Leser zu Gesicht bekommen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Leser aber leider schon längst das Interesse an der Serie verloren.

Wertung:

1

1 von 10

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